Was viele nicht wissen, bevor sie ankommen: In Bodrum kann im Sommer tagelang einfach kein Wasser aus der Leitung kommen. Die städtischen Tanks sind dann leer, und plötzlich stellt sich die Frage, wie eigentlich geduscht oder gekocht werden soll. Wie wir das für uns gelöst haben — und worauf es bei der Wahl deines Zuhauses ankommt.
Wenn die Stadt kein Wasser mehr hat
Gerade in der trockenen Sommerzeit, wenn der Verbrauch am höchsten ist, sind die städtischen Wassertanks in Bodrum schnell leer. Das ist kein Einzelfall: Die Region bezieht ihr Trinkwasser unter anderem aus dem Mumcular-Stausee, dessen Füllstand in trockenen Sommern wiederholt kritisch niedrig war — mit der Folge, dass die Wasserbehörde in einzelnen Stadtteilen das Wasser für 16 bis 20 Stunden am Stück abgestellt hat. Es kommt also durchaus vor, dass für mehrere Tage schlicht kein Wasser da ist.
Dann stellt sich die ganz praktische Frage: Wie duschen, wie kochen, wie den Alltag organisieren? Für uns war klar: Da, wo wir bleiben, muss die Wasserversorgung unabhängig von der Stadt gesichert sein.
Unsere Lösung: der Brunnen der Siedlung
Unser Zuhause gehört zu einer Siedlung — auf Türkisch „site“ — und die Siedlung versorgt sich gemeinschaftlich über einen eigenen Brunnen, unabhängig von der städtischen Wasserversorgung. In den letzten Jahren hatten wir dadurch nie Probleme — durchgehend frisches Wasser, unabhängig davon, was in der Stadt gerade los ist. Selbstverständlich ist das nicht, im Gegenteil: Erst vor Kurzem haben wir festgestellt, dass Nachbarn ohne eigenen Zugang heimlich unsere Leitungen angezapft haben, weil ihnen selbst diese Möglichkeit fehlt. Eine gesicherte eigene Wasserversorgung ist hier also alles andere als Standard.
Und das Trinkwasser?
Getrennt von der Frage nach Dusch- und Haushaltswasser ist die Frage nach echtem Trinkwasser. Viele Menschen in der Türkei kaufen sich ihr Trinkwasser in großen Kanistern und lassen es sich liefern — auf Dauer weder günstig noch praktisch. Wir nutzen stattdessen eine Umkehrosmose-Filteranlage, in der Türkei oft schlicht „arıtma“ (Filteranlage) genannt, die das normale Wasser direkt am Wasserhahn filtert. So steht uns Trinkwasser immer frisch zur Verfügung, ohne dass wir es bestellen oder teuer bezahlen müssen.
Worauf du achten solltest
Wenn du selbst länger in Bodrum bleiben willst: Frag konkret nach, wie das Zuhause mit Wasser versorgt wird — städtisches Netz, ein Brunnen der Siedlung, oder beides. Und ob es eine Filteranlage für Trinkwasser gibt oder du dir Wasser liefern lassen musst. Genau das ist einer der Punkte, die wir bei jedem unserer Zuhause selbst prüfen, bevor es auf unsere Liste kommt.
Mehr zu unseren geprüften Zuhause findest du auf unserer Leben-Seite. Fragen zu deiner eigenen Wasserversorgung vor Ort? Melde dich gern.
Stand: Juli 2026. Erfahrungsbericht, ergänzt um allgemeine Informationen zur Wassersituation in Bodrum (u. a. Füllstände Mumcular-Stausee, zeitweise Wasserabschaltungen durch die Wasserbehörde) — keine Reise- oder Fachberatung. Die Wassersituation kann sich von Jahr zu Jahr und je nach Lage stark unterscheiden; kläre die Versorgung für dein konkretes Zuhause direkt vor Ort.
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